Pressemitteilungen
Nr. 02/21
Berlin, 9. Juli 2021 - Schulgeld, fehlende Ausbildungsvergütung und eine seit Jahren ausstehende Reform der Ausbildungsinhalte belasten mehr denn je die Situation des Therapeutennachwuchses. Der Fachkräftemangel bedeutet schon heute, dass tausende Stellen unbesetzt bleiben. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die therapeutische Versorgung und Prävention. Um politischen Druck für eine Ausbildungsreform aufzubauen, legt die Allianz für Gesundheitsschulen in ihrer kürzlich gestarteten Kampagne „Wir stärken Euch den Rücken – Und Ihr?“ konkrete Vorschläge zur Sicherung der Versorgung durch Therapie-Profis und für moderne Ausbildungsgesetze vor:

  • Mehr Auszubildende durch höhere Attraktivität: Es braucht eine kompetenzorientierte Ausbildung mit modernen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen. Durch Einbindung für das Berufsleben notwendiger Zusatzqualifikationen in die Ausbildung stiege ihre Attraktivität.
  • Eine Finanzierungsreform der Ausbildung mit bundesweiter Schulgeldfreiheit und Zahlung einer Ausbildungsvergütung in allen Gesundheitsfachberufen würde mehr junge Menschen für eine Therapie-Ausbildung begeistern. Die bundesweite Schulgeldfreiheit und Zahlung einer Ausbildungsvergütung an alle Auszubildenden ist zügig und zwingend nach der Bundestagswahl umzusetzen.
  • Um bewährte Ausbildungsplätze nicht zu zerstören, plädiert die Allianz für ein Modell der Teilakademisierung. Bei diesem kann aufbauend auf der berufsfachschulischen Ausbildung oder auch berufsbegleitend noch ein Studium absolviert werden. Ein Experiment der vollständigen Akademisierung der Therapieberufe würde tausende motivierte Auszubildende von einer Ausbildung ausschließen.

„Kernforderung der Allianz ist, durch eine auskömmliche Finanzierung, den Verzicht auf Schulgeld und die Zahlung einer Ausbildungsvergütung zu ermöglichen. Die Berufsfachschulen sind Garant der Fachkräftesicherung.“, sagt Klaus Vogt, Präsident des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. und Mitinitiator der Allianz. „In Ausbildungsberufen mit gravierendem Fachkräftemangel können wir es uns nicht länger leisten, dringende Reformen zu verschleppen.“

Im Rahmen der Kampagne positionieren sich die Initiatoren der Allianz (Berufsverbände, Berufsfachschulen und Therapiepraxen) zu notwendigen Reformen der Therapieausbildung. Auszubildende kommen mit ihren Ideen und Forderungen zu Wort und Vor-Ort Gespräche in den Schulen mit Bundestagsabgeordneten ergänzen die politische Arbeit der Allianz. Weitere Informationen erhalten Sie HIER.


Pressemitteilung als PDF

Pressekontakt:
Allianz für Gesundheitsschulen
Verband Deutscher Privatschulverbände e.V.
Markgrafenstraße 56
10117 Berlin
030 / 28 44 50 88 0
Ansprechpartnerin:
Ellen Jacob, Leiterin Public Affairs // Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Gutachten zur „Staatlichen Infrastrukturverantwortung für das Lehrpersonal freier Schulen“ von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio 

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