Pressemitteilungen
Nr. 4/20

Berlin, 24. Juli 2020. Hinsichtlich des beschleunigten Ausbaus der Ganztagsbetreuung appelliert der Verband Deutscher Privatschulverbände, zugleich auf Qualität und die Vielfalt bestehender Angebote zu setzen, die Eltern und Schüler seit Jahrzehnten nutzen. „Verschiedene Regionen verfügen bereits über sehr individuelle Angebote. Diese Vielfalt gilt es, auch mit dem Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung zu erhalten“, sagt Vizepräsident Gerhard Helgert und weist darauf hin, die Kompetenz in den Ländern zu nutzen.

Bei dem Gesetzesvorhaben müssen diese bestehenden Angebote bedacht und als praxiserprobt anerkannt werden. Sowohl auf die gebundene Form (Integration von Angeboten in den Schulalltag) als auch auf die offene Form (Nebeneinander von Schule und Betreuung) ist beim Ausbau der Ganztagsbetreuung zu achten. „Damit ein Wettbewerb der guten Konzepte stattfinden kann, müssen enge Vorgaben vermieden und der individuelle Bedarf der Eltern bedacht werden“, so Helgert. „Zu viel staatliche Einschränkung im Ganztag birgt eher die Gefahr einer Einengung bereits erfolgreicher Angebote als die Aussicht auf vermehrte Nutzung und Akzeptanz.“


Pressekontakt:
Beate Bahr 


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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Weitere Informationen unter: www.privatschulen.de
Gutachten zur „Staatlichen Infrastrukturverantwortung für das Lehrpersonal freier Schulen“ von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio 

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