Aus den Landesverbänden
Pressemitteilung
01/2018 vom 08.03.2018

Am gestrigen Mittwoch, 7.3.2018, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissen-schaft (GEW) eine Pressemitteilung zum Thema „Privatschulen in Hessen“ heraus-gegeben. Demnach ist eine deutliche Zunahme des Anteils von Schülern an Privat-schulen im Ballungsraum Frankfurt festzustellen. Erklärt wird dies durch eine hohe Einkommensungleichheit. Um dieser „bedenklichen Entwicklung“ entgegenzu-wirken, wird eine Begrenzung der Schulgebühren gefordert.

Zur Erklärung der GEW nimmt der Verband Deutscher Privatschulen Hessen e.V. (VDP) wie folgt Stellung:  

Der Bericht der GEW lässt den wichtigsten Faktor, der für den Anstieg der Schülerzahlen an Privatschu-len verantwortlich ist, außer Acht. Der Ballungsraum Frankfurt verzeichnet in den letzten Jahren ein außergewöhnlich hohes Bevölkerungswachstum. Dies führt nicht nur zum Wohnraummangel und Verkehrskol-laps, sondern auch zu Engpässen der Schulkapazitäten im öffentlichen Bildungssystem. Es ist bekannt, dass der Privatschulsektor kurzfristig und flexibel auf die Nachfrage und die Bedürfnisse von Schülern reagieren kann. Dementsprechend wurden durch Privat-schulen zahlreiche neue Schulplätze geschaffen und dies insbesondere im Grundschulbereich. Ohne das zusätzliche Angebot von Schulplätzen an Privatschulen käme es zur Unterversorgung im Ballungsraum. Es ist den Privatschulen somit hoch anzurechnen, die dringend benötigten Schulplätze geschaffen zu haben. Privatschulen leisten einen wichtigen Beitrag für das Bildungsland Hessen.

Das Vorurteil, Privatschulen seien nur etwas für ein sozial besser gestelltes Klientel, kann der VDP nicht bestätigen. Die Vielfalt der Mitgliedsschulen des VDP reicht von schuldgeldfreien Berufsfachschu-len mit überdurchschnittlich hohem Migrantenanteil über Schulen in Trägerschaft der Lebenshilfe mit dem Ziel bestmöglicher Inklusion behinderter Kinder bis zu Internatsschulen, die u.a. im Auftrag der Jugend-hilfe verhaltensauffällige Schüler betreuen. Der VDP Hessen steht ausdrücklich dafür,  Chancengleichheit durch Bildungsvielfalt zu gewährleisten. Oft gehen Privatschulen zurück auf Pädagogen oder Elterniniti-ativen, die engagiert soziale Probleme angehen. Das ist das soziale Engagement, das von allen Seiten politisch gefordert wird. Der Beitrag von Privat-schulen für die Gesellschaft wird aber leider viel-fach nicht wahrgenommen. Stattdessen wird Schulen in freier Trägerschaft unterstellt, Kinder nach ihrer Herkunft auszuwählen. Richtig ist, dass die Eltern an Privatschulen häufig sehr engagiert sind, sich mit ihrer Schule identifizieren und sich persönlich einbringen. Und auch die Lehrkräfte sind außeror-dentlich engagiert. Das führt zu einer positiven Dynamik, die man den Schulen jedoch nicht vorwerfen sollte. So werden neue pädagogische Konzepte erdacht und es wird mit neuen Möglichkeiten, z.B. digitalen Medien, experimentiert. Privatschulen sind Innovati-onsgeber der Gesellschaft. Neuerungen wie Ganztags-betreuung, Inklusion und bilingualer Unterricht wurden zuerst in Privatschulen erprobt und danach in das öffentliche Schulsystem übertragen. Dadurch profitieren im Ergebnis alle Kinder an allen Schu-len, auch den öffentlichen. 

Der VDP Hessen fordern, dass die Privatschulen in ihrer Vielfalt differenziert betrachtet und ihre Leistungen für das Bildungsland Hessen anerkannt werden. Wir stehen für Chancengleichheit durch Bildungsvielfalt.

Pressemitteilung als PDF

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Falk Raschke, Geschäftsführer  
VDP Verband Deutscher Privatschulen Hessen e. V.
Dambachtal 37, 65193 Wiesbaden
Telefon: +49 611 45 04 25 82
Mobil: +49 160 58 893 62
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