Presse
Nr. 3/19

Berlin, 26. März 2019. Privatschulen in Deutschland bilden eine heterogene Schülerschaft ab. Dies geht aus einer Analyse des DIW Econ hervor. Rund 14 Prozent der Privatschulhaushalte verfügen über maximal 2.000 Euro monatliches Nettohaushaltseinkommen. Der Anteil der Haushalte mit einem Einkommen zwischen 2.000 und 6.000 Euro liegt bei 71 Prozent. Dies entspricht nahezu der Einkommensverteilung an staatlichen Schulen. „Privatschüler sind keine selektive Gruppe. Privatschulen sind gesellschaftlich durchmischt“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Jedes zehnte Kind besucht eine Privatschule. Ein Teil dieser Schüler geht auf eine private Schule, die für den Staat die Schulversorgung übernimmt. „Privatschulen zeichnen sich nicht nur durch ihre pädagogischen Konzepte aus, sie decken zum Teil auch das öffentliche Schulangebot ab“, sagt Dietmar Schlömp. Die Schülerschaft an Privatschulen ausschließlich an den Einkommensverhältnissen der Eltern festzumachen, gebe ein falsches Bild der Privatschulen wieder. Kriterien wie das Schulklima, die Länge des Schulweges oder die Betreuungszeiten in der Schule spielen für Eltern bei der Schulwahl für ihr Kind eine wichtige Rolle. „Das Betreuungsangebot von privaten Ganztagseinrichtungen gibt Eltern vielerorts erst die Möglichkeit, einer Teil- oder Vollzeitbeschäftigung nachzugehen“, erklärt Dietmar Schlömp.


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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Weitere Informationen unter: www.privatschulen.de
Nr. 2/19

Berlin, 19. März 2019. Die Entwicklung der Privatschulen in Ostdeutschland ist mit der politischen Entwicklung in Deutschland seit 1989 verbunden, da es in der DDR nur ein staatliches Schulmonopol gab. „Privatschulen entstanden erst mit dem politischen Aufbruch. Es kam zu bürgerschaftlichen Gründungsoffensiven von Privatschulen, die seitdem in diesem Ausmaß nicht mehr erreicht wurden“, erläutert Dietmar Schlömp.

In diesem Zusammenhang weist der Bundesgeschäftsführer des VDP auf die große Anzahl von Schulschließungen zwischen 1992 und 2015 in Gesamtdeutschland hin, die die Gründung von Privatschulen mit begünstigte. Während dieser Zeit verringerte sich in den ostdeutschen Ländern die Zahl der staatlichen allgemeinbildenden Schulen von 12.192 auf 5.727 Schulen (-53,1%). In den westdeutschen Bundesländern reduzierte sich die Zahl der allgemeinbildenden Schulen von 29.695 auf 24.192 staatliche Schulen (-18,5%).

Die Zahl der Privatschulen stieg zwischen 1992 und 2017 in Ostdeutschland von 176 auf 983 allgemeinbildende Schulen (+485,5%). In Westdeutschland ist ein Zuwachs von 46,1 Prozent von 1.815 auf 2.652 Schulen zu verzeichnen. „Ein Vergleich dieser Zahlen verdeutlicht, dass die historische Entwicklung zur Einordnung dieser Wachstumsraten von privaten Schulen erforderlich ist und keineswegs von einem Boom der Privatschulen gesprochen werden kann“, so Dietmar Schlömp.  


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Nr. 10/18

Berlin, 29. November 2018. Das Interesse an Privatschulen ist erneut gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verzeichnen die Schulen in freier Trägerschaft für das Schuljahr 2017/2018 wiederholt Zuwachsraten. So erhöhte sich die Anzahl der Schüler an den allgemein- und berufsbildenden Privatschulen um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt lernen 757.263 Schüler an einer allgemeinbildenden und 239.960 Schüler an einer berufsbildenden Privatschule. Jeder elfte Schüler in Deutschland besucht demnach eine Schule in freier Trägerschaft.

In Deutschland befinden sich 11,0 Prozent der allgemeinbildenden Schulen (3.635) und 25,1 Prozent der berufsbildenden Schulen (2.204) in freier Trägerschaft. Dies macht einen Anteil von 14,0 Prozent aller Schulen im Bildungswesen aus. Während aufgrund gesunkener Geburtenzahlen von 2000 bis 2017 die Anzahl der Schulen von 51.636 auf 41.765 gesunken ist und somit um 19 Prozent zurückging, erhöhte sich die Anzahl der Privatschulen im selben Zeitraum um 43 Prozent (von 4.071 auf 5.839 Schulen).

Die aktuelle Schuljahresstatistik zeigt die Bedeutung der Privatschulen. Der Verband fordert, dass der Staat seiner Infrastrukturverantwortung unter anderem auch für die Lehrkräfte an Privatschulen nachkommen muss. „Er trägt die Verantwortung für alle Lehrer im gesamten Schulwesen. Es ist seine Pflicht, diese Aufgabe auch für Privatschulen wahrzunehmen“, so VDP Präsident Klaus Vogt. Diese Forderung wird durch das Gutachten des Verfassungsrechtlers Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, das der VDP in der vergangenen Woche vorgestellt hat, unterstützt. 



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Nr. 1/19

Berlin, 12. Februar 2019. Fast jedes zehnte Kind besucht eine allgemeinbildende Schule in freier Trägerschaft. Privatschulen bieten aufgrund ihrer vielfältigen pädagogischen Konzepte ein breit gefächertes Angebot. Neben dem Schulprofil spielen Kriterien wie die Unterstützung bei Lernproblemen, die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule, das Lehrerkollegium sowie das Schulklima eine wesentliche Rolle. „Privatschulen orientieren sich beim Lehren und Lernen an den gesellschaftlichen Anforderungen und ermöglichen jedem Kind einen individuellen Lernweg“, sagt Klaus Vogt, Präsident des VDP. Entscheidend bei der Schulwahl und für den Lernerfolg des Kindes sei es, eine Schule entsprechend den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen des Kindes auszuwählen.  

Die steigenden Schülerzahlen an freien Schulen belegen, dass sich immer mehr Eltern individuelle Bildungsangebote für ihre Kinder wünschen. So stieg die Anzahl der Schüler an allgemeinbildenden Privatschulen in den vergangenen fünf Jahren um 3,7 Prozent von 730.382 auf 757.263 Schüler.  

„Privatschulen sind oft Impulsgeber für das gesamte Schulsystem. Sie entwickeln ihre pädagogischen Konzepte ständig weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei immer eine zukunftsorientierte Pädagogik sowie auf die Schüler abgestimmte Lernformen“, so Klaus Vogt. Vor allem im Bereich der digitalen Bildung gelten Privatschulen als Vorreiter. Auch das Konzept der Ganztagsschulen hat im Privatschulbereich ihren Ursprung.


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Nr. 9/18

Berlin, 21. November 2018. Unter dem Motto „Chancen.Perspektiven.Innovationen: Wir gestalten Bildung!“ findet in diesem Jahr der Bundeskongress des Verbands Deutscher Privatschulverbände in Dresden statt. Der Kongress wird durch den Sächsischen Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am 22. November, um 12:00  Uhr eröffnet. Als Vertreterin der Bundespolitik ist Katja Suding, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, zu Gast. Sie referiert am Freitag, 23. November, um 11:15 Uhr zu dem Thema Bildungsinvestitionen des Bundes. Medienvertreter sind zu diesen Terminen herzlich eingeladen.

Mehr als 250 Schulträger aus ganz Deutschland diskutieren am 22. und 23. November 2018 zu verschiedenen Bildungsthemen. In Deutschland gibt es derzeit 5.836 Schulen in freier Trägerschaft. Insgesamt besuchen 990.500 Schülerinnen und Schüler eine Privatschule. „Viele neue Ansätze und Innovationen im Bildungswesen haben ihren Ursprung in Privatschulen. Diese im Rahmen des jährlichen Bundeskongresses vorzudenken, zeichnet die innovative Arbeit der Privatschulen aus“, so VDP-Präsident Klaus Vogt.

Ein Schwerpunkt in diesem Jahr ist die digitale Bildung. Für deren Qualität werden sowohl in der Allgemein- und Berufsbildung als auch in der beruflichen Weiterbildung und Qualifizierung in den nächsten Jahren immer mehr die Medienkompetenz und der Einsatz digitaler Lernwerkzeuge entscheidend sein. Daher muss der sogenannte Digitalpakt schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden. „Seit Jahren warten die Schulen auf diese dringend benötigten Infrastrukturmittel“, appelliert Vogt. „Gerade weil Schulen in freier Trägerschaft häufig Vorreiter bei Bildungsinnovationen sind, müssen ihre Schüler und Schülerinnen bei den Investitionen von Bund und Ländern in die Bildungsinfrastruktur gleichberechtig beteiligt werden.“



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Gutachten zur „Staatlichen Infrastrukturverantwortung für das Lehrpersonal freier Schulen“ von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio 

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