Presse
Nr. 5/19

Berlin, 15. August 2019. Die Diskussion um Lehrer darf aus Sicht des VDP nicht zwischen staatlichen und privaten Schulen geführt werden. „Privatschulen sind ein grundgesetzlich verankerter Teil des öffentlichen Schulsystems“, so VDP Präsident Klaus Vogt. „Der Staat muss seiner Verantwortung für alle Lehrer im gesamten Schulwesen nachkommen.“

In den vergangenen Jahren sei es dem Staat nicht gelungen, dieser Aufgabe überzeugend nachzukommen. Dies zeigt auch die gegenwärtige Lehrersituation. „Im Wettbewerb mit den staatlichen Schulen um Lehrer werben Privatschulen mit ihrem guten Ruf“, erklärt Klaus Vogt. Die Privatschulen im VDP konnten sich bislang als attraktiver Arbeitgeber positionieren.

Um im ungleichen Wettbewerb um Lehrer nicht benachteiligt zu werden, fordert der VDP, das Ausbildungsmonopol aufzuheben und die Lehrerausbildung auch für die freien Schulen zu öffnen. „Jede andere Branche hat die Möglichkeit, selbst auszubilden und den Fachkräftebedarf ein Stück weit zu steuern“, betont Klaus Vogt

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Beate Bahr 


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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Weitere Informationen unter: www.privatschulen.de
Nr. 4/19

Berlin, 23. Mai 2019. Besucht das Kind eine Privatschule, ist dies für die Eltern mit der Zahlung eines Schulgeldes verbunden. Einkommensgestaffelt wird dieser Beitrag an der Höhe des Haushaltseinkommens bemessen. „Schulgeld zu erheben, ist für Privatschulen absolut notwendig, da der Staat nur circa zwei Drittel der anfallenden Kosten pro Schüler an einer staatlichen Schule trägt“, erklärt Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Die staatliche Finanzhilfe für eine Privatschule über alle Schulformen hinweg beläuft sich auf 68 Prozent der Ausgaben eines Schülers, die die öffentliche Hand für einen Schüler an einer staatlichen allgemeinbildenden Schulform ausgibt. Dies entspricht einer Finanzierungslücke im Jahr 2016 von durchschnittlich 2.300 Euro pro Kind. „Würde die staatliche Finanzhilfe ausreichend hoch sein, müssten Privatschulen kein Schulgeld erheben. Da dies nicht der Fall ist, werden die privaten Schulen zu diesem Schritt gezwungen“, stellt Dietmar Schlömp klar.

Zugleich weist Dietmar Schlömp drauf hin, dass das Schulgeld jedoch nicht die Voraussetzung für die Aufnahme eines Kindes an einer Privatschule sei. Die individuelle Begabung und das Interesse des Kindes im Zusammenspiel mit dem pädagogischen Konzept der Schule stehen im Vordergrund. „Per Grundgesetz wird Privatschulen eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen ihrer Eltern untersagt“, so der Bundesgeschäftsführer abschließend.


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Nr. 2/19

Berlin, 19. März 2019. Die Entwicklung der Privatschulen in Ostdeutschland ist mit der politischen Entwicklung in Deutschland seit 1989 verbunden, da es in der DDR nur ein staatliches Schulmonopol gab. „Privatschulen entstanden erst mit dem politischen Aufbruch. Es kam zu bürgerschaftlichen Gründungsoffensiven von Privatschulen, die seitdem in diesem Ausmaß nicht mehr erreicht wurden“, erläutert Dietmar Schlömp.

In diesem Zusammenhang weist der Bundesgeschäftsführer des VDP auf die große Anzahl von Schulschließungen zwischen 1992 und 2015 in Gesamtdeutschland hin, die die Gründung von Privatschulen mit begünstigte. Während dieser Zeit verringerte sich in den ostdeutschen Ländern die Zahl der staatlichen allgemeinbildenden Schulen von 12.192 auf 5.727 Schulen (-53,1%). In den westdeutschen Bundesländern reduzierte sich die Zahl der allgemeinbildenden Schulen von 29.695 auf 24.192 staatliche Schulen (-18,5%).

Die Zahl der Privatschulen stieg zwischen 1992 und 2017 in Ostdeutschland von 176 auf 983 allgemeinbildende Schulen (+485,5%). In Westdeutschland ist ein Zuwachs von 46,1 Prozent von 1.815 auf 2.652 Schulen zu verzeichnen. „Ein Vergleich dieser Zahlen verdeutlicht, dass die historische Entwicklung zur Einordnung dieser Wachstumsraten von privaten Schulen erforderlich ist und keineswegs von einem Boom der Privatschulen gesprochen werden kann“, so Dietmar Schlömp.  


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Nr. 3/19

Berlin, 26. März 2019. Privatschulen in Deutschland bilden eine heterogene Schülerschaft ab. Dies geht aus einer Analyse des DIW Econ hervor. Rund 14 Prozent der Privatschulhaushalte verfügen über maximal 2.000 Euro monatliches Nettohaushaltseinkommen. Der Anteil der Haushalte mit einem Einkommen zwischen 2.000 und 6.000 Euro liegt bei 71 Prozent. Dies entspricht nahezu der Einkommensverteilung an staatlichen Schulen. „Privatschüler sind keine selektive Gruppe. Privatschulen sind gesellschaftlich durchmischt“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Jedes zehnte Kind besucht eine Privatschule. Ein Teil dieser Schüler geht auf eine private Schule, die für den Staat die Schulversorgung übernimmt. „Privatschulen zeichnen sich nicht nur durch ihre pädagogischen Konzepte aus, sie decken zum Teil auch das öffentliche Schulangebot ab“, sagt Dietmar Schlömp. Die Schülerschaft an Privatschulen ausschließlich an den Einkommensverhältnissen der Eltern festzumachen, gebe ein falsches Bild der Privatschulen wieder. Kriterien wie das Schulklima, die Länge des Schulweges oder die Betreuungszeiten in der Schule spielen für Eltern bei der Schulwahl für ihr Kind eine wichtige Rolle. „Das Betreuungsangebot von privaten Ganztagseinrichtungen gibt Eltern vielerorts erst die Möglichkeit, einer Teil- oder Vollzeitbeschäftigung nachzugehen“, erklärt Dietmar Schlömp.


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Nr. 1/19

Berlin, 12. Februar 2019. Fast jedes zehnte Kind besucht eine allgemeinbildende Schule in freier Trägerschaft. Privatschulen bieten aufgrund ihrer vielfältigen pädagogischen Konzepte ein breit gefächertes Angebot. Neben dem Schulprofil spielen Kriterien wie die Unterstützung bei Lernproblemen, die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule, das Lehrerkollegium sowie das Schulklima eine wesentliche Rolle. „Privatschulen orientieren sich beim Lehren und Lernen an den gesellschaftlichen Anforderungen und ermöglichen jedem Kind einen individuellen Lernweg“, sagt Klaus Vogt, Präsident des VDP. Entscheidend bei der Schulwahl und für den Lernerfolg des Kindes sei es, eine Schule entsprechend den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen des Kindes auszuwählen.  

Die steigenden Schülerzahlen an freien Schulen belegen, dass sich immer mehr Eltern individuelle Bildungsangebote für ihre Kinder wünschen. So stieg die Anzahl der Schüler an allgemeinbildenden Privatschulen in den vergangenen fünf Jahren um 3,7 Prozent von 730.382 auf 757.263 Schüler.  

„Privatschulen sind oft Impulsgeber für das gesamte Schulsystem. Sie entwickeln ihre pädagogischen Konzepte ständig weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei immer eine zukunftsorientierte Pädagogik sowie auf die Schüler abgestimmte Lernformen“, so Klaus Vogt. Vor allem im Bereich der digitalen Bildung gelten Privatschulen als Vorreiter. Auch das Konzept der Ganztagsschulen hat im Privatschulbereich ihren Ursprung.


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Gutachten zur „Staatlichen Infrastrukturverantwortung für das Lehrpersonal freier Schulen“ von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio 

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