Pressemitteilungen
Nr. 09/16

Berlin, 16. Juni 2016 – Im heute vorgestellten Bildungsbericht 2016 wird unter anderem der Anstieg von Schulen in freier Trägerschaft thematisiert. Laut Autoren deutet dies darauf hin, dass es der öffentlichen Bildungsinfrastruktur nicht ausreichend gelingt, den vielfältigen Qualifikationsbedarfen gerecht zu werden. Ein weiteres Schwerpunktkapitel behandelt die Herausforderungen bei der Integration von Flüchtlingen. Laut Bildungsbericht sind dafür zukünftig bis zu 44.000 Lehrkräfte sowie zusätzliche Investitionen von bis zu drei Milliarden Euro notwendig. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert gleiche finanzielle Rahmenbedingungen innerhalb der freien Bildungsträgerschaft, um die gesellschaftliche Integrationsfunktion zu stärken.

Vor allem in ländlichen Regionen steigt die Zahl der freien Schulen. Ein Grund dafür ist das rückläufige Angebot staatlicher Schulen in diesen Regionen und der Wunsch vieler Eltern nach einer individuellen Betreuung für ihr Kind. Auch ein enger Austausch mit den Lehrern und der Schulleitung, ein motivierendes Lernumfeld und Bildungsangebote über den Unterricht hinaus sind gefragt. Diese Anforderungen erfüllen Freie Schulen. Sie reagieren schnell auf sich ändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen und gehen mit ihren pädagogischen Konzepten auf aktuelle Entwicklungen, beispielsweise im Bereich der digitalen Bildung, ein. „Freie Schulen stellen eine echte Alternative dar und können, trotz demografischen Wandels, in den letzten Jahren einen stetigen Zuwachs verzeichnen“, so Dietmar Schlömp, VDP-Bundesgeschäftsführer.

Laut Bildungsbericht sollen 33.000 bis 44.000 Lehrer und Erzieher eingestellt werden, um die Herausforderungen bei der Flüchtlingsintegration zu bewältigten. Die zusätzlichen Bildungsinvestitionen werden auf bis zu drei Milliarden Euro beziffert. Der VDP und seine Mitgliedseinrichtungen haben frühzeitig und mehrfach ihre Unterstützung signalisiert. Viele Schulen haben eigenständig die Initiative ergriffen und Flüchtlinge integriert. Bei der Finanzierung werden sie allerdings – auch in Bezug auf den Lehrkräftemangel – noch nicht ausreichend berücksichtig. „Eine Förderung unabhängig von der Trägerschaft muss deshalb dringend gewährleistet werden“, so Dietmar Schlömp, VDP-Bundesgeschäftsführer

Die Innovationskraft freier Schulen und der Wettbewerb um die besten pädagogischen Konzepte sind entscheidende Faktoren für die qualitative Entwicklung des Bildungswesens. So hat sich gezeigt, dass Schüler aus Ländern mit einem fair gestalteten Wettbewerb zwischen staatlichen und privaten Schulträgern überdurchschnittliche Leistungen erzielen. Voraussetzung dafür sind gleiche Rahmenbedingungen innerhalb der freien Bildungsträgerschaft. Das Grundgesetz überträgt dem Staat die Aufsicht über das gesamte Schulwesen. Es liegt an ihm und seiner Bildungspolitik die freien Bildungs- und Schulträger zu fördern und damit die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens auch weiterhin zu steigern“, so Dietmar Schlömp.

pdfPressemitteilung als PDF

________
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher

Pressekontakt

VDP-Bundesgeschäftsstelle
Reinhardtstr. 18
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 44 50 88 0
Fax: 030 / 28 44 50 88 9
Mail: presse(a)privatschulen.de
die neue Freie Bildung ist da!
Grafik HP