Aus den Landesverbänden
Nr. 01/2015

NRW: Fast jede neunte Schule in Nordrhein-Westfalen in freier Trägerschaft – in den vergangenen vier Schuljahren wurden 340 staatliche Schulen in NRW geschlossen

So viel Auswahlmöglichkeiten wie noch nie gibt es für Kinder, die eine Schule in freier Trägerschaft in Nordrhein-Westfalen besuchen möchten. Im Schuljahr 2014/15 haben die Eltern (und Kinder) in Nordrhein-Westfalen die Wahl zwischen 537 Ersatzschulen und weiteren rund 70 zu einem schulischen Abschluss führenden Ergänzungsschulen. Mittlerweile befindet sich 8,74 % der Schulen in Nordrhein-Westfalen in freier Trägerschaft.

In den vergangenen vier Jahren nahm die Zahl der Ersatzschulen um 11 % (von 484 auf 537) zu, während im gleichen Zeitraum die Zahl der staatlichen Schulen um 5,7 % (von 5945 auf 5605) sank. Während immer mehr staatliche Schulen in Zeiten des demografischen Wandels schließen müssen, reagieren Schulen in freier Trägerschaft auf die Wünsche von Eltern: ob inklusiver Unterricht oder Förderschule, ob Schule mit besonderem Profil - z.B. Reformpädagogik, MINT-, oder berufswahlfreundliche Schule – die Vielfalt macht das Privatschulwesen aus. Diese Angebote werden von Eltern stark nachgefragt, so dass der Anteil der Privatschulen in NRW stetig wächst.

„Es sind gerade die Nischen, die Schulen in freier Trägerschaft besetzen. Eltern wünschen Vielfalt – diese bieten unsere Schulen“, stellt Petra Witt, Vorsitzende des Verband Deutscher Privatschulen NRW e.V. fest, und erläutert: „Individuelle Entfaltung statt starrer Lernkonzepte, Förderung von Begabungen und Ausgleich von Leistungsschwächen statt Orientierung am Mittelmaß, das erwarten Eltern von modernen Schulen heutzutage. Hier haben Schulen in freier Trägerschaft mehr Gestaltungsspielräume.“

In den vergangenen Jahren wurden insbesondere Sekundar- und Gesamtschulen in freier Trägerschaft gegründet, aber auch Berufskollegs, an denen Schüler einen versäumten allgemeinbildenden Abschluss nachholen können. Damit schöpfen auch Schulen in freier Trägerschaft den Rahmen aus, der Ihnen durch den Schulkonsens in Nordrhein-Westfalen eröffnet wurde.

„Der anhaltende positive Zuspruch zeigt, dass die Eltern zunehmend von ihrem Recht der freien Schulwahl Gebrauch machen“, so Witt weiter, „Eltern wollen sich nicht bevormunden lassen.“ Nach Ansicht des VDP ist dies ein klares Signal an die Politik, Schulen in freier Trägerschaft als gleichberechtigte Partner in der Bildungslandschaft anzuerkennen und Nachteile aus dem Weg zu räumen.

Der VDP Verband Deutscher Privatschulen NRW e.V. vertritt freie nordrhein-westfälische Bildungseinrichtungen im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Hoch- und Fachhochschulen). Der 1901 gegründete Bundesverband und der Landesverband binden ihre Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Eva Lingen - VDP Verband Deutscher Privatschulen Nordrhein-Westfalen e.V.

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