Aus den Landesverbänden
NR. 06/2014

NRW: Bildungsmonitor 2014 - NRW muss mehr Geld in Bildung investieren
VDP NRW: „Gelungene Beispiele aus dem Privatschulbereich in die Breite streuen“

„Finanzielle Kürzungen im Bildungsbereich – wie angesichts der Haushaltssperre von einigen Landespolitikern ins Spiel gebracht - wären angesichts des desaströsen Abschneidens Nordrhein-Westfalens beim aktuellen Bildungsmonitor 2014 eine Katastrophe für die Zukunftsfähigkeit unseres Bundeslandes“ meint Petra Witt, Vorsitzende des Verbands Deutscher Privatschulen NRW e.V.. Daher fordert sie an den Plänen der Landesregierung festzuhalten, die trotz Schülerrückgangs keine Reduzierung der Lehrerstellen vorsehen. Auch bei den wahrscheinlich ab 2016 frei werdenden Bafög-Mittel für das Land fordert Witt den Verbleib der Gelder im Bildungsbereich.

„Es zeigt sich immer wieder, dass Investitionen in Bildung Zukunftsinvestitionen sind. Wer die Strukturschwäche Nordrhein-Westfalens verändern möchte, muss bei den Grundlagen anfangen – bei gut ausgebildeten Kindern“, stellt Witt fest. Doch gerade hier herrschen Defizite, wie der aktuelle „Bildungsmonitor 2014“, der die Zahlen von 2012 auswertet, zeigt. Vor allem bei den Betreuungsbedingungen und Bildungsausgaben schneidet Nordrhein-Westfalen schlecht ab. Trotz Verbesserungen gibt es hierzulande die größten Schulklassen im bundesdeutschen Schnitt, zu viele Schüler verfehlen Mindeststandards und an der Schulqualität mangelt es ebenfalls.

Und so trägt Nordrhein-Westfalen wieder einmal gemeinsam mit Berlin die rote Laterne bei einem nationalen Bildungsvergleich. In der diesjährigen Vergleichsstudie des Instituts der Deutschen Wirtschaft, die in erster Linie bildungsökonomische Aspekte analysiert, rutschte NRW um zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr ab und belegt nun den vorletzten Platz. Anhand von zwölf Handlungsfeldern analysierten die Wissenschaftler, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstumskräfte stärkt. Alle Länder machten Fortschritte – allerdings: In Nordrhein-Westfalen fielen sie nicht so groß aus, wie in den anderen Bundesländern.

„Das Abrutschen im Bildungsmonitor ist alarmierend. Wir müssen uns den Herausforderungen stellen und Leuchttürme guter Bildung als Beispiel und Vorbild in die Breite streuen. Zu diesen gehören viele Schulen in freier Trägerschaft, die Vorreiter beispielsweise in Ganztagsbetreuung, individueller Förderung, Inklusion, arbeitsmarktorientierter Berufsausbildung und Qualitätskontrolle sind. Wir sind zur gemeinsamen Arbeit bereit“, bietet die Vorsitzendes des nordrhein-westfälischen Privatschulverbandes an.

Gerade die positiven Aspekte zeigen, dass sich Anstrengungen lohnen. So lobt der Bericht ausdrücklich die im Bundesvergleich geringe Quote an Schulabbrechern, die einst das Sorgenkind der Landespolitik waren. Und auch bei der Schüler-Lehrer-Relation wurden Verbesserungen festgestellt. Gerade in diesem Bereich stellt Schulministerin Sylvia Löhrmann bereits weitere Schritte in Aussicht.


Der VDP Verband Deutscher Privatschulen NRW e.V. vertritt freie nordrhein-westfälische Bildungseinrichtungen im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Hoch- und Fachhochschulen).

Verantwortlich für den Inhalt: Eva Lingen - VDP Verband Deutscher Privatschulen Nordrhein-Westfalen e.V.

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