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Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft




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VDP-Bundeskongress 2008 in Erfurt PDF Drucken E-Mail

Unterstützung für freies Schulwesen aus Politik und Wirtschaft
Thüringens Ministerpräsident Althaus lobt freie Schulen auf VDP-Bundeskongress 2008

Berlin. Rund 250 Teilnehmer und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben den diesjährigen Bundeskongress des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) zu einem vollen Erfolg gemacht: Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung der freien Bildung für den Standort Deutschland und betonte die Wichtigkeit des individuellen Ansatzes freier Schulen. Das Kind in den Mittelpunkt des pädagogischen Schaffens zu stellen, sei das Erfolgsrezept der Zukunft und würde von den freien Schulen in vorbildlicher Weise gelebt, so Althaus, der dem freien Bildungswesen weitere Erfolge in Zukunft vorhersagte. Über die Bedeutung freier Bildungseinrichtungen für den Standort Deutschland waren sich auch Vertreter aller Parteien einig: In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Bildungspolitische Ansätze für eine erfolgreiche Schule von morgen“ unterstrichen Bildungspolitiker von CDU, FDP, SPD, den Grünen und der Linksfraktion die Bedeutung von freien Schulen für die qualitative und innovative Entwicklung des deutschen Bildungswesens. Moderiert wurde die Diskussion von Viktoria Herrmann, die im MDR mit der Sendung LexiTV wöchentlich Bildung für alle Altersgruppen zu ihrem Thema macht.
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Unternehmen sehen Privatschulen als wesentlichen Standortfaktor
Die Wichtigkeit von Privatschulen für den Bildungsstandort Deutschland betonten Unternehmensvertreter von Jenoptik und Opel Eisenach: Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels sei die Wirtschaft auf eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit Schulen in der Region angewiesen, der Bezug zu reellen Anforderungen des Marktes dürfe bei Schulabschlüssen nicht zu kurz kommen. Nach Ansicht des VDP können vor allem berufsbildende Schulen in freier Trägerschaft schnell und flexibel auf die Anforderungen der freien Wirtschaft reagieren und neue, am Bedarf ausgerichtete Ausbildungsangebote bereitstellen. Die Unternehmensvertreter betonten, dass insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Engpässe Unternehmen stärker in Bildung investieren und mit entsprechenden Angeboten kooperieren müssten. 
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Qualitätssicherung in der Weiterbildung
Größere Investitionen benötigt auch die Weiterbildung: Es müssen endlich Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es den Menschen erlauben, ihre Weiterbildungsinteressen zu verwirklichen, so Prof. Reinhold Weiß vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), der zum Thema „Weiterbildung quo vadis?“ sprach. Der VDP, der neben allgemein bildenden und beruflichen Privatschulen auch rund 1.000 Weiterbildungseinrichtungen in freier Trägerschaft vertritt, fordert seit langem eine Weiterbildung mit System sowie ein nachhaltiges Konzept der Weiterbildungsfinanzierung. Insbesondere hinsichtlich der geplanten Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente müsse der faire Wettbewerb im Vordergrund stehen, so der VDP, der einen Preisver-fall der Angebote sowie einen Dumpingpreis-Wettbewerb auf Kosten der Qualität der Weiterbildungsangebote fürchtet. Experten wie Norbert Köngeter von der Bundesagentur für Arbeit bestätigen die Ansicht des VDP: In seinem Vortrag zu den Konsequenzen der Neuregelung für die Arbeit von Bildungsträgern wies Köngeter auf eventuell drohende Einschränkungen des Bietermarkts sowie mögliche Preisänderungen hin.

Bildung im Jahr 2020 für alle?
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Die Bedarfe und Chancen für Benachteiligte als Zielgruppe für private Bildungseinrichtungen standen im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Ingo Rollwagen. Rollwagen, Senior Analyst bei der Deutschen Bank Research, skizzierte Trends und Dynamiken in der Bildungsgesellschaft der Zukunft mit Blick auf zukünftige Herausforderungen und Qualifikationsanforderungen für benachteiligte Kinder und Jugendliche Die VDP-Fachgruppe U25 befasst sich mit ebendieser Zielgruppe.

Vorträge, Fachforen und Impulsreferate sowie interessante Aussteller sorgten für anregenden Gesprächsstoff.
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VDP-Vorstand eindrucksvoll im Amt bestätigt

Neben aktuellen bildungspolitischen Inhalten stand auch die Abstimmung über Strukturen innerhalb des Verbands auf dem Tagungsprogramm: So wählte der älteste Privatschulverband Deutschlands turnusgemäß im Rahmen der Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand. Mit großer Mehrheit wurde der amtierende Präsident, Michael Büchler, für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, rund 94% Prozent der Mitglieder votierten für ihn. Büchler leitet eine allgemein bildende Schule in Baden-Baden und setzt sich seit 2005 als VDP-Präsident für Freiräume und Pluralität im Bildungswesen sowie für die allgemeine Zugänglichkeit von Bildung ein. Um diese zu erreichen, ist die Verbesserung der finanziellen, staatlichen Rahmenbedingungen für freie Schulen ein Muss. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Akteuren und Verbänden aus dem Bildungsbereich und der gemeinsame Einsatz für mehr Qualität im Bildungswesen stehen im Mittelpunkt des Wirkens von Büchler, der seit zwei Jahren den rotierenden Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft freier Schulen innehat. Ein konstruktiver Austausch und kollegiale Zusammenarbeit sind hierbei wie auch in der internen Arbeit des VDP Grundlagen seiner Arbeit. Neben Büchler wurden die Vize-Präsidenten Dr. Barb Neumann, Greifswald, und Gerhard Gleichmann, Hamburg, in ihren Ämtern bestätigt. Neues geschäftsführendes Vorstandsmitglied ist als Vize-Präsidentin Petra Witt, Kerpen-Horrem. Werner Rose, Göttingen, wurde als Beisitzer bestätigt, Sigrid Baumann-Tornow, Buxtehude, als weitere Besitzerin erstmals in den Bundesvorstand gewählt. In den VDP-Fachgruppen wurden teilweise neue Vorsitzende und Stellvertreter gewählt.

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Dr. Christian Buhmann erhält goldene Ehrennadel für Engagement
Mit der goldenen VDP-Ehrennadel wurde Dr. Christian Buhmann ausgezeichnet. Damit bedankte sich der Verband im Rahmen des diesjährigen Bundeskongresses für Dr. Buhmanns langjährigen und herausragenden Einsatz für das freie Bildungswesen. „Dr. Christian Buhmann hat sich in be-sonderer Weise für den VDP und das freie Bildungswesen eingesetzt und dabei immer auch die europäische Entwicklung im Auge behalten“, so VDP-Präsident Michael Büchler anlässlich der Ehrung. „Hierfür möchte sich der Verband ganz herzlich bedanken.“ Dr. Buhmann war seit 1965 Leiter der 1907 gegründeten Buhmann-Schule in Hannover und hat sich seit dieser Zeit für die Entwicklung des freien Schulwesens eingesetzt. Dabei war ihm insbesondere der konstruktive Dialog zwischen Landesregierung, freien und staatlichen Schulen ein Anliegen.

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