| VDP-Petition "nicht verkürzbare Umschulung" |
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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) hat zur Problematik der Finanzierungslücke des letzten Drittels bei nicht verkürzbaren Umschulungen eine öffentliche Petition durchgeführt. Nach dem Auslaufen der Zeichnungsfrist lagen dem Deutschen Bundestag 16.870 Unterschriften (vorläufiger Stand) vor. Um was geht es in der Petition? Bisher werden Umschulungen gem. § 85 (2) SGB III nur gefördert, wenn entweder die Ausbildungszeiten des jeweiligen Berufsbildes um mindestens ein Drittel verkürzt werden können oder für das dritte Ausbildungsjahr eine Finanzierung unabhängig von einer Förderung aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit gesichert ist. Diese Problematik zeigt sich nicht nur bei Umschulungen in der Alten- und Krankenpflege, sondern auch bei anderen nicht verkürzbaren Umschulungen, wie z.B. zum Erzieher und zum Physio- und Ergotherapeuten. Welche Forderung hat der VDP an die Politik? Der VDP fordert in seiner Petition, eine vollumfängliche Finanzierung der nicht verkürzbaren Umschulungen sicherzustellen. Dies bietet Rechtssicherheit für Teilnehmer und Bildungsträger und die Chance, das Potenzial berufserfahrener Arbeitsuchender zur nachhaltigen Bekämpfung des Fachkräftemangels zu nutzen. Warum besteht dringender Handlungsbedarf? Im Bereich der Alten- und Krankenpflege ist nur noch für Umschulungen, die bis zum 31.12.2010 beginnen, die Finanzierung des letzten Drittels aus Mitteln des Konjunkturpaketes II sichergestellt. Die Regelung läuft dann aus und wurde vom Deutschen Bundestag bisher nicht verlängert. Die demographische Entwicklung wird in den kommenden Jahren zu einem drastischen Fachkräftemangel führen. In den Sozial- und Gesundheitsberufen kann der Fachkräftebedarf künftig nicht allein über die berufliche Erstausbildung gedeckt werden. Hier bieten gerade Umschulungen berufs- und lebenserfahrenen Arbeitsuchenden die Chance einer erfolgreichen und nachhaltigen beruflichen Integration. Wie sieht das weitere Verfahren aus? Vor Erteilung eines offiziellen Bescheides wird der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages bei den Berichterstattern Stellungnahmen zur Umschulungsproblematik anfordern.
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