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Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft




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forsa: Nur ein Drittel schätzt Zuwanderung als hilfreich gegen Fachkräftemangel ein PDF Drucken E-Mail
Nr. 19/10

forsa-Umfrage:
Nur ein Drittel schätzt Zuwanderung als hilfreich gegen Fachkräftemangel ein

Berlin, 18. Oktober 2010 – Seit Wochen wird in der Politik kontrovers über Zuwanderung als Maßnahme gegen den drohenden Fachkräftemangel diskutiert. Laut einer aktuellen repräsentativen forsa-Umfrage schätzen nur 37 Prozent der Bevölkerung Zuwanderung als hierfür geeignet ein. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) sieht in erster Linie die Notwendigkeit, die vorhandenen Potentiale besser auszuschöpfen und besonders benachteiligte Jugendliche ausreichend zu qualifizieren.


Diese Sichtweise teilen die Befragten: Deutlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung hält es für wichtig, Geringqualifizierte durch Weiterbildung für den Arbeitsmarkt fit zu machen. „Gerade unter Jugendlichen gibt es eine große Zahl, die keine ausreichenden schulischen und beruflichen Qualifikationen vorweisen können. Hier müssen wir ansetzten und die durchaus vorhandenen Talente mit individueller Betreuung und gezielter Unterstützung besser fördern“, erklärt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP.

Dabei spielt das Übergangssystem, das heißt Bildungsangebote, die auf eine berufliche Ausbildung vorbereiten, eine wichtige Rolle. Viele Jugendliche müssen vor der Aufnahme einer Ausbildung zunächst an einen strukturierten Alltag herangeführt werden. Andere holen ihren Hauptschulabschluss nach und verbessern so ihre Chancen auf eine Lehrstelle. „Eine aktuelle Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass es etwa der Hälfte aller Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss in Maßnahmen des Übergangssystems gelingt, ihren Abschluss nachzuholen. Dieses positive Ergebnis verdeutlicht, wie wichtig solche Angebote für benachteiligte junge Erwachsene sind“, so Eckert weiter. Entscheidend sei, möglichst viele Jugendliche über vielfältige Ausbildungswege für den Arbeitsmarkt hinreichend zu qualifizieren. So können sie mit dazu beitragen, den Fachkräftemangel abzumildern und haben gleichzeitig bessere Chancen, am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.  


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Fachkräftemangel / forsa-Umfrage / Übergangssystem / Jugendliche / Hauptschulabschluss