| Kein Grund zur Euphorie – viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz |
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Nr. 13/10 Ausbildungsjahr 2010: Kein Grund zur Euphorie – viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz Berlin, 18. August 2010 – Trotz der gemeldeten Entwarnung am Ausbildungsmarkt besteht nach Ansicht des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) kein Grund zur Euphorie. Derzeit suchen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit über 152.000 Bewerber des Schulabschlussjahres 2010 einen Ausbildungsplatz. Hinzu kommen mehr als 200.000 Altbewerber früherer Abschlussjahre. „Wir müssen auch in diesem Jahr wieder damit rechnen, dass weit mehr als 250.000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden werden“, sagt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP. Besonders für Altbewerber stellen daher bedarfsgerechte Bildungsmaßnahmen eine Möglichkeit zur Erlangung eines qualifizierten Berufsabschlusses dar. „Gerade außerbetriebliche Ausbildungsangebote können Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf eine berufliche Zukunftsperspektive eröffnen“, so Eckert weiter. Mit einer individuellen Förderung der Jugendlichen, beispielsweise durch den Abbau von Defiziten und sozialpädagogische Begleitung, ist die außerbetriebliche Berufsausbildung eine wichtige Alternative zum dualen System. Meldungen, nach denen noch über 100.000 Ausbildungsplätze unbesetzt seien, dürfen nicht über die großen regionalen Unterschiede hinweg täuschen. Für einen 16-jährigen Lehrstellen-Bewerber aus Bremerhaven stellt ein Ausbildungsangebot am Bodensee keine realistische Option dar. Ein gewisses Maß an Flexibilität sei für Bewerber hingegen hilfreich. So sei zu hinterfragen, ob es zwingend der Wunschberuf sein müsse oder auch die Ausbildung in einer Branche mit hohem Personalbedarf, beispielsweise in der Krankenpflege, in Betracht komme. Auf Unverständnis stößt beim VDP die Tatsache, dass künftig für Ausbildungsgänge in Gesundheits- und Sozialberufen zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern bis zu ein Drittel weniger Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. „Dass trotz Fachkräfte- und Ausbildungsplatzmangel ausgerechnet in diesen Bereichen Kürzungen für freie Bildungsträger, ausbildende Kliniken und soziale Einrichtungen vorgenommen werden, ist nicht nachvollziehbar. Die Politik ist aufgefordert hier schnell nachzubessern“, erklärt Eckert. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen. Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher Pressemitteilung als PDF Schlagworte: Ausbildungsplatz / Berufsabschluss / Altbewerber / Ausbildungsmarkt / Berufsbildung
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