| VDP Sachsen-Anhalt: "Kürzungen bei Qualifizierung trotz Fachkräftemangel" |
|
|
|
|
Bundeswirtschaftsminister: Fachkräftemangel größte Wachstumsbremse Agenturen und Jobcenter reduzieren trotzdem drastisch Qualifizierung von Arbeitslosen Magdeburg, 24. Oktober 2011 – Um über 30 Prozent ist die Anzahl der von den Arbeitsverwaltungen durch Weiterbildung geförderten Arbeitslosen in Sachsen-Anhalt im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. „Diese Geschäftspolitik kann man nicht nachvollziehen, zumal Bundeswirtschaftsminister Rösler erst in der letzten Woche vor dem Haushaltsausschuss des Bundestages den wachsenden Fachkräftemangel als größte Bremse des notwendigen Wirtschaftswachstums bezeichnet hat. Obwohl die Bundesagentur für Arbeit am 19.10.11 die sog. „Hartz-IV-Kampagne“ gestartet hat, die zum Ziel hat, dem drohenden Fachkräftemangel mit besserer Vermittlung von Hartz- IV-Empfängern in entsprechende Jobs zu begegnen, reduzieren die Arbeitsagenturen und Jobcenter bundesweit immer stärker ihre Weiterbildungsangebote – dies insbesondere für Langzeitarbeitslose mit besonders großen Vermittlungshemmnissen.“, so Jürgen Banse, Geschäftsführer des VDP Sachsen- Anhalt. Nach Ansicht des VDP Sachsen-Anhalt ist die Förderung der beruflichen Weiterbildung eines der effizientesten Förderinstrumente, die den Arbeitsverwaltungen zur Verfügung steht. Der VDP sehe zwar grundsätzlich auch, dass die Bundespolitik den Arbeitsverwaltungen immer weniger Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik zubillige. Wesentlich ineffizientere Instrumente wie z.B. die Arbeitsgelegenheiten (= 1-€-Jobs) seien aber in Sachsen-Anhalt bisher von derartigen Reduzierungen weitgehend verschont geblieben. „Wenn Arbeitslose nach zielgerichteten Weiterbildungen erfolgreich in unsubventionierte Jobs vermittelt werden, haben sich die Weiterbildungskosten für die Arbeitsverwaltungen sehr schnell rentiert. Gleichzeitig würde dies den Renten- und Gesundheitskassen sowie den nach Fachkräften suchenden Unternehmen nutzen.“, so nochmals Banse, der für den erneuten bundesweiten Anstieg der Empfänger von Grundsicherung im Jahr 2010 (Anstieg um 4,3 Prozent, s. PM des Statistischen Bundesamtes vom 21.10.11) auch die Arbeitsmarktpolitik des Bundes sowie die Geschäftspolitik der Arbeitsagenturen und Jobcenter verantwortlich macht. Der Verband erwartet hier mit Inkrafttreten der sog. „Instrumentenreform“ im kommenden Jahr sogar noch weitere Verschlechterungen. Verantwortlich für den Inhalt: Jürgen Banse, Geschäftsführer VDP Sachsen-Anhalt
|